Abschied
Juli 19, 2007
Wenn Du Dir das hier anschaust – ich nehme an, dass Du es tust – dann behalte im Hinterkopf, dass ich so gut wie nie geschrieben habe, als ich glücklich war. Und die letzten waren nicht fünf katastrophale Wochen meines Lebens voller Unglück. Es gab so viele, kleine, gute Momente, die mich natürlich nicht bedrückt haben. Da hatte ich nicht das Bedürfnis, irgendetwas aufzuschreiben. Du hast ganz am Anfang mal geschrieben, Du wüsstest nicht, ob ich etwas mit dem Inhalt Deiner Email anfangen könnte, sie diene eher dazu, den Inhalt Deines Kopfes zu sezieren. Du hast den dann unterteilt in „Vernunft“ und „alles, was mit Dir [also mir] zu tun hat“
. Das hier war meine Sezierung.
Vielleicht bin ich sogar froh, dass Du mich entdeckt hast. Auch wenn das hier als Tagebuch durchgeht, kann ich nicht leugnen, erleichtert zu sein. Ich will nicht, dass noch etwas zwischen uns steht – auch nicht die Gedanken, die ich mir in schlechten Momenten so mache und gemacht habe. Ich will nur, dass alles wieder gut wird.
Vielleicht schreibe ich unter anderem Namen weiter; wahrscheinlich aber nicht, auch wenn es mir um die (ich muss es einmal sagen) gar nicht so schmale Leserschaft Leid tut. Aber so wie ich das hier nicht für Dich geschrieben habe, habe ich es auch nicht um des gelesen Werdens willen geschrieben, sondern nur für mich allein. Der Blog hat seine Funktion erfüllt – und jetzt verloren. Bis nachher am Telefon
.