Feindkontakt
Juni 26, 2007
Eben hat M., die eine Etage tiefer sitzt, mich via Skype kontaktiert. „M.T. möchte mit Ihnen Kontaktdaten austauschen“, dazu ein markiger, sehr M.-iger Spruch über meinen Skype-Namen. Mein Herz hat kurz ausgesetzt, dann wurde mir schlecht und dann war ich sehr, sehr wütend – „“Was denkt die sich denn bitte? Das kann ja wohl nur ein Versehen der unverzeihlichsten, dümmsten Sorte sein. “ Das waren meine nicht sehr liebreizenden Gedanken. Ich habe die Einladung erst mal angenommen, wollte sehen, was da wohl kommen möge. Hier das, was ich zu ihr gesagt habe:
„ich bin nicht wirklich deine beste freundin im moment, M., jude law hin oder her. und um ehrlich zu sein wär’s mir auch lieber, du ließest mich noch eine weile in ruhe. ich spar mir auch die moralpredigt und so – aber trotzdem.“
Souverän, nicht wahr? Und doch gleichzeitig sehr subtil Schuldgefühle vermittelnd. Ich war sehr stolz auf mich. Das kam zurück:
„äh… weiß grad nicht worum es geht – entschuldige. selbstverständlich lass ich dich in ruhe. keine sorge.“
Darauf meine Erklärung, gerade ihren Wunsch zum Kontaktdatenaustausch erhalten zu haben, darauf ihre Entschuldigung, das müsse schon ein bisschen her sein und dieses:
„du darfst sehr gern ablehnen. dafür verständnis zu haben schaff selbst ich.“
Danach habe ich sie ohne weiteren Kommentar stoisch aus meiner Kontaktliste gelöscht, mein Herz schlug wieder ruhiger und die Übelkeit war auch weg. Halleluja.
Schlampe.
Auch wenn die Gründe und Umstände Deines Blogs alles andere als schön sind…ich mag Deine Art zu schreiben und die Dinge auszudrücken. Selbst das letzte Wort „Schlampe“ hat es einfach perfekt abgerundet!
Oh, wenn Du wüsstest, wie ausgesprochen passend ich den Begriff Schlampe bei M. finde – Du machst Dir keine Vorstellung. Ich danke Dir für Deinen Kommentar; ich schreib das hier für mich, es muss nicht einmal unbedingt jemand lesen – aber es reizt natürlich, die Sicht eines vollkommen Unbeteiligten auf die Dinge zu bekommen. Kann sehr heilsam sein, würde mir denn widersprochen
. Aber ich finde „Schlampe“ in diesem Fall auch sehr treffend.